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Slowenische Mitarbeiter von Christus für alle besuchten die Schweiz

// 23. April 2003

In Slowenien gibt es 500 bis 700 evangelische Christen. Jetzt sind Mitarbeiter des Missionswerks CFA zum zweiten Mal daran, mit einer evangelistischen Zeitschrift alle Haushalte zu bedienen.

Der Koordinator dieser Aktion, Drago Sorl, besuchte kürzlich zusammen mit seiner Frau Milada die Schweiz, wo sie in verschiedenen Gemeinden über ihre Arbeit berichteten. Die 700 evangelischen Christen verteilen sich auf drei Gemeindeverbände, nämlich die Baptisten, Freien Brüder und Pfingstgemeinden.
Neben diesen evangelischen Gemeinden gibt es noch lutheranische Kirchen aus der Reformationszeit mit einigen Tausend Mitgliedern. Doch diese seien heute traditionalistisch und hätten kaum noch einen lebendigen Glauben, sagt Sorl. Zehn Jahre war das Ehepaar Sorl an der Arbeit, um gemeinsam mit anderen slowenischen und ausländischen Christen den rund zwei Millionen Slowenen eine evangelistische Schrift in ihr Heim zu bringen. Nun sind die CFA-Mitarbeitenden bereits mit einer zweiten Verteilschrift, "Warum lässt Gott Leid zu?", unterwegs.

Heute können die evangelischen Christen in der Teilrepublik des ehemaligen Jugoslawiens ungehindert wirken. Die katholische Kirche versucht allerdings, den in kommunistischer Zeit verloren gegangenen Einfluss wieder zu stärken, zum Beispiel mit der Einführung eines obligatorischen Religionsunterrichts an der Schule. "Davon sollte man besser die Finger lassen", kommentiert Baptistenprediger Sorl diesen Unterricht, über den zur Zeit eine Debatte zwischen der liberaldemokratischen Regierungspartei und der katholischen Kirche stattfindet. Auch empfiehlt er den evangelischen Kirchen, nicht nach allfälligen Unterstützungbeiträgen des Staates zu begehren.

Im Verlaufe der letzten Verteilaktion wurde in Slowenien jede Familie, das heisst rund 650.000 Haushaltungen, besucht. Der Erfolg nimmt sich relativ bescheiden aus. Etwa 2.500 Reaktionen haben die CFA-Mitarbeitenden in Slowenien erhalten. Sie kamen vor allem von Menschen, welche Bibeln oder Bibelkurse bestellten. In den Gemeinden gibt es einzelne "CFA-Bekehrte". Neue Gemeinden sind aber bislang nicht entstanden. Die evangelische Kirche in Slowenien trete etwas an Ort, sagt Sorl. Die Hoffnung des Evangeliums sei aber eine Botschaft, welche noch viel ändern könnte in der slowenischen Gesellschaft, in der es viel Hoffnungslosigkeit gebe. In der Balkanregion könnten Christen überhaupt viel zu einer Veränderung beitragen. Denn das gepredigte und gelebte Evangelium zeige auch den Weg der Versöhnung zwischen den Nationalitäten. So habe etwa der Konflikt in Kroatien die evangelische serbische Kirche gestärkt.

Das 1975 gegründete Missionswerk "Christus für alle CFA" (Schweiz) in Turbental (ZH) fördert seit 1991 die Schriftenmission in Osteuropa durch Mithilfe beim Aufbau von Schriftenverteilzentren und bei Verteilaktionen in den sieben Ländern der ehemaligen Tschechoslowakei und Jugoslawiens.


© copyright ideaSchweiz, 23.04.2003, Thomas Hanimann, www.ideaschweiz.ch

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