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CFA-aktuell 192 // Mai 2007

Der CFA-Leiter in Tschechien: Vladimir Ksikal

Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe KPK/CFA Freunde!
Es sind schon mehr als 16 Jahre vergangen seit der Gründung des Missioswerkes KPK – Kristus pro kazdeho (CFA in Tschechien). In dieser Zeit ist es uns gelungen, mehr als 2’400’000 Haushalte mit einer evangelistischen Schrift zu beschenken und so den Menschen Gelegenheit zu geben, mehr von Gott und Jesus zu erfahren und die Bibelkurse und Nacharbeitsliteratur zu bestellen. Obwohl die Tschechen die am stärksten säkularisierte Bevölkerungsgruppe in Europa ist, gibt es da die Suche nach ewigen Werten. Insgesamt haben sich 29’105 Interessierte im KPK-Büro gemeldet! Durch die systematische und langzeitige Arbeit gelingt es uns, solche suchenden Menschen zu entdecken und ihnen die Gelegenheit zu geben, vom lebendigen Christus und Gott zu hören. Dabei wollen wir bleiben. Es gibt noch viele ländliche Gebiete, in denen die Leute keine Möglichkeit haben, die Gemeinschaft mit lebendigen Christen kennenzulernen oder etwas von Gott zu erfahren.

Vladimir und Gveta Ksikal in der Landestracht

Bestellungen, verschicktes und abgegebenes Material

// Bibelfernkurse mit Johannesevangelium

21’536

// Personen, die den Kurs abgeschlossen haben

1’873

// Bibelfernkurs «Lukas» für Fortgeschrittene, Abschlüsse

385

// Kinderkurs «Explorer», abgeschlossene Lektionen

2’887

// Neue Testamente, meistens zum BK Abschluss

3’136

// Videokassetten mit Jesus Film und Lukas Evangelium

10’000

// Weiteres Nacharbeitsmaterial: Ethos-Zeitschriften

16’500

Kalender für die tägliche Bibellese

Das Land Tschechien

Gesamte Fläche

78’886 qkm

Besiedlung pro qkm

130 Personen

Einwohner gesamt

10’230’000

Hauptstadt: Prag, Einwohner

1,2 Mio.

Bevölkerung:

Tschechen

95%

Slowaken, Roma, Deutsche

5%

Brutto Inland Produkt

Wachstum 2005 / 2006

6% / 6%

Inflation 2005 / 2006

2% / 2,5%

Arbeitslose 2005 / 2006

7,9% / 7,2%

Monatlicher Bruttolohn

1’150 Fr.

Religion (meistens nominelle Christen

// Römisch katholische Christen

27%

// Evangelische Protestanten

2%

// Evangelikale Christen

0,01%

// Konfessionslose (höchster Anteil in ganz Europa!)

70%

Politik
1526 bis 1918 ein Teil der Habsburgischen Monarchie (Österreich), 1918–1939 selbständiger demokratischer Staat, dann Deutsche Besetzung bis 1945, 1948–1989 sozialistische, kommunistische Regierung, ab 11’600
1990 Wiederaufbau des Landes, freie Marktwirtschaft, umfangreiche Freiheit in allen Bereichen, EU und NATO Mitgliedschaft.

Wirtschaft
Trotz langzeitiger politischer Unstabilität schnelle ökonomische Entwicklung. Besonders die Automobil- und Elektroindustrie boomt. Das Lebensniveau wächst ständig. Die Ausgangsposition war wegen 40 Jahren kommunistischer Herrschaft sehr niedrig.

Geistliche Situation
Das Land hat eine lange christliche Tradition seit dem 9. Jahrhundert mit Erweckung und Reformation im 15. und 16. Jahrhundert. Dann folgten 300 Jahre strenge Gegenreformation und Rekatholisierung. Im 20. Jahrhundert starke Abkehr von der Kirche. Dazu hat auch das atheistische, kommunistische Bildungssystem beigetragen. Am Anfang der neunziger Jahre kam religiöse Freiheit mit grossen Möglichkeiten für die Christen (christliche Bücher, Fernseh- und Radioprogramme, Grossveranstaltungen für die Öffentlichkeit, christliche Arbeit in Schulen, Gefängnissen und in der Armee). In dieser Zeit gab es eine kurze Periode mit grossem Interesse der Bevölkerung für das Christentum, das jedoch ab 1995 stark abnahm. Die Christen sind zwar aktiv, aber ihr Einfluss in der konfessionslosen Mehrheit ist sehr begrenzt und leidet auch wegen verschiedenen Skandalen von sogenannten «Christen». In der Gesellschaft regieren Liberalismus und Toleranz zu allen unmoralischen Erscheinungen. Die Menschen wissen nicht mehr, was wahrhaftig und wertvoll ist im Leben. Es verbreiten sich immer mehr Materialismus und Konsum. Das Motto der Gesellschaft ist: Erfolg um jeden Preis. In dieser Lage können die Christen nicht durch Proklamationen oder Aufrufe helfen, sondern nur durch das persönliche Zeugnis und das eigene Beispiel mit einem alternativen Lebenstil. Die Gesellschaft kann positiv durch bereitwillige und helfende Christen beeinflusst werden. In dieser Umgebung versucht das Missionswerk KPK den Menschen die frohe Botschaft des Evangeliums zu bringen und auf die Wurzeln unseres Wesens hinzuweisen. Wir sind auch bereit, die Sorgen der Menschen zu hören oder zu lesen und Antworten aus christlicher Sicht zu geben.

Geburtstagsbrief eines Angestellten an KPK
Meine liebe KPK, du feierst den 16. Geburtstag. Ich habe das Privileg gehabt, den grössten Weg gemeinsam mit dir zu gehen. 16 Jahre bedeuten für einen Menschen, fast erwachsen zu sein. Bei einem Missionswerk heisst das, dass schon sehr viel Arbeit getan wurde und dass es ein paar «Erfolge» gibt. Natürlich haben wir einige Krisen und Schwierigkeiten erlebt, und die Zukunft war manchmal nicht so glänzend. Jedoch haben wir viel Freunde erlebt, besonders wenn wir die schönen Briefe von interessierten Menschen gelesen haben oder wenn wir Leute getroffen haben, die bezeugten, dass sie durch KPK dem lebendigen Jesus begegnet sind. Sehr oft durften wir erleben, dass der Herr hinter dieser Missionsarbeit steht. Darum soll ihm Lob und Preis dafür gegeben werden. Unser Herr ist die beste Motivation, die uns zum Dienst für andere befähigt. Nur er gibt uns die Kraft, um Schwierigkeiten zu überwinden. Nur er gibt uns immer wieder Freude und Begeisterung. Ich bin davon überzeugt, dass die missionarische Arbeit von KPK Zukunft hat, weil sich unser Herr nicht verändert und weil er hinter seinem Werk steht. Es gibt so viele Leute in unserem Land, die noch nie die Botschaft vom lebendigen Gott und Retter Jesus Christus gehört haben. Das Arbeitsfeld für KPK ist grösser als wir uns vorstellen und bewältigen können. Darum wünsche ich allen Mitarbeitern viel Ausdauer für die weiteren Jahre. Mut, Glauben, Begeisterung und Feuer im Herz für die Rettung von Menschen in Tschechien! Ich bin überzeugt, dass wir den Segen des Herrn erhalten, wenn wir ihm treu bleiben! Dein Mitarbeiter.

Rückblick auf die letzten Jahre
Gott hat das KPK-Team mit zwei Vollzeitern im Büro, zwei externen Mitarbeitern und einigen freiwilligen Helfern gesegnet und gebraucht!

1998 bis 2007
Jeden Sommer finden die schon traditionellen Einsatzlager mit Jugendlichen aus der Schweiz und aus Tschechien statt. Es sind immer 7 bis 10 Tage gefüllt mit ausserordentlichen Erlebnissen: Schriftenmission im fremden Land mit spannenden Momenten, Ausflug nach Prag, Sport und Baden, Abendprogramm mit Lagerfeuer und Grillieren, mit viel Spass und Freude. Jedes Jahr hilft uns die Gruppe von ca. 17 Teilnehmern aus der Schweiz, etwa 13- bis 17-tausend Familien mit evangelistischen Schrift zu beschenken.

2000 bis 2004
Umfangreiche Mitarbeit am Riesenprojekt von Campus für Christus mit dem Jesus-Film. Uns wurde die Hälfte der ganzen Nacharbeit anvertraut. In vier Jahren haben wir Videokassetten mit dem Jesus-Film und dem Lu-kas-Evangelium an 10’000 Leute gesandt. Daraus sind Kontakte mit ca. 2’500 Menschen, die mehr wissen wollten, entstanden.

2002 bis 2007
Kinderarbeit unter der Leitung der Missionarin Petra Stranska. Wir haben zwei Kinderklubs mit regelmässigen Treffen zweimal in der Woche, dazu spezielle Anlässe für andere Kinder. Jedes Jahr gibt es ein Sommerlager mit einem intensiven geistlichen und missionarischen Programm für 60 Kinder. Dazu machen wir spezielle Einsätze in Asyl- und Waisenhäusern.

2004 bis 2007
Unserem Missionswerk wurde die Koordination für die Grossveranstaltung «ProChrist» und «JesusHouse» anvertraut. Unsere Arbeit und Bemühungen haben sich gelohnt: 2006 haben 50 Orte in Tschechien an der «Pro-Christ Evangelisation» teilgenommen. 2007 setzen wir uns für das Projekt «JesusHouse» für junge Leute ein. Wir bleiben dabei, mindestens bis ProChrist 2009.

Hradec Kralove, 22.3.2007
Vladimir Ksikal


Kveta und Vladimir Ksikal mit Adam und Eva

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