Mein letzter Besuch in Osteuropa galt dem Balkanland Serbien. Zusammen mit der Baptistengemeinde in Vrsac und Freunden feierten wir am 24. Oktober den 10. Geburtstag der systematischen Schriftenmission. Unsere Mitarbeiter berichteten von ihren Erfahrungen und durch Briefzitate kamen auch Leute zu Wort, die durch die Schriften angesprochen worden sind. Ich freue mich sehr, dass ich heute mitteilen kann, dass die Hälfte der fast 3 Millionen Familien bereits besucht worden sind. Konkret in Zahlen bedeutet es, in Serbien wurden bis jetzt 1’498’326 Schriften von Haus zu Haus verteilt. Allein im letzten Jahr waren es 286’860 – das ist ein Rekord und ein Wunder Gottes! Wir danken dem Herrn und dem Verteiler Miki, der treu unterwegs ist und immer wieder Neue zur Mitarbeit motiviert. Dass die Menschen von der frohen Botschaft angesprochen werden zeigen die bis jetzt eingegangenen 2’453 Reaktionen. Diese interessierten Menschen erhielten weitere Schriften und/oder das Johannesevangelium mit dem Bibelkurs. Durch das Bibelstudium sind viele Jesus-Jünger geworden!
Ein besonderer Dank gilt Avram Dega, der neben dem Dienst in der Baptistengemeinde bis Mitte 2004 als Landesleiter gewirkt hat. Am 1. Juli hat nun Pau Pasula die Verantwortung übernommen. Er war vorher Vorstandsmitglied und hatte sich teilzeitlich für CFA eingesetzt. Er will vermehrt Gemeinden besuchen, um sie für die Mitarbeit zu gewinnen. Bitte schliessen Sie Pau Pasula und seine Frau Sandrine (sie ist in Genf aufgewachsen) in Ihre Fürbitte ein!

Serbienteam – von links nach rechts: Pau Pasula, seit dem 1. Juli 2004 Leiter der Arbeit; Jano Sianta Vorstandsmitglied; Lydia Dega, Sekretärin im CFA-Büro; Avram Dega, Leiter bis 30.6.2004 und nun Vorstandsmitglied
Im Sommer wird zum ersten Mal eine Gruppe aus der Schweiz nach Serbien reisen und bei der Schriftenverteilung helfen. Das Einsatzlager findet vom 25. Juli bis 5. August statt. Eingeladen sind Jugendliche von 16 bis 25 Jahren. Weitere Angaben sind im Jahresprogramm zu finden oder können im CFA Büro erfragt werden. Gerne sende ich Ihnen weitere Programme, um auf die besonderen Ferien hinzuweisen.
Bericht der Verteiler
Liebe Brüder und Schwestern
Dank Gottes Güte haben wir die Verteilung in Futog und Veternik abgeschlossen. Wir sind nun wieder in Belgrad und vervollständigen die Verteilung, die leider nicht abgeschlossen wurde. Bei unserer Ankunft wurden wir ermutigt durch schönes Wetter und interessierte Menschen. Wir sehen darin Gottes Antwort auf unsere Gebete. Als wir den ersten Einsatz in Belgrad hatten, begegneten uns kritische und unfreundliche Menschen. Nun war es anders. Wir trafen interessierte Menschen ohne Angst und wir konnten freudig Schriften verteilen und Zeugnisgeben von unserem Herrn Jesus Christus. Gott erfüllte unsere Herzen mit Freude und wir begegneten offenen Menschen! Normalerweise sind Leute in Grossstädten verschlossen und kritisch und wollen nicht gestört werden. Wir haben dafür gebetet und Gott hat uns einen Bibelvers gegeben: Eine freundliche Antwort vertreibt den Zorn (Sprüche 15, 1). Das haben wir praktiziert und wir erlebten Menschen, die die Türe öffneten und die Schriften gerne annahmen. In diesem Monat haben wir viel mehr Schriften verteilt, als wir geplant haben. Trotzdem ist die Schriftenverteilung in Belgrad manchmal schwierig, aber Gott hat uns immer wieder ermutigt durch positive Erlebnisse. Er führt uns Tag für Tag und wir sind dankbar für seine Gnade und Freundlichkeit.
Miki und Sascha
Zeugnisse aus Briefen
Ich bin wirklich glücklich und zufrieden – Gott hat mich aus der Dunkelheit herausgerissen. Ich und meine Familie haben ein atheistisches Leben geführt. Gott sei Dank nun ist es anders, wir gehören Jesus! Wir wollen ihm auch dienen, ihn verherrlichen. Eine besondere Freude ist, dass Gott mich gerufen hat Schriften zu verteilen und das Evangelium zu verbreiten. Gott gehört alle Ehre!
Mile
Ich danke euch, dass ihr mir den Bibelkurs gesandt und mich ermutigt habt, das Evangelium zu entdecken. Es macht mir grosse Freude und ich will mit euch in Kontakt bleiben. Bitte sendet den Kurs auch meiner Freundin. Sie will Gott und seinen Sohn Jesus Christus kennen lernen.
Ivana
Zuerst grüsse ich euch und wünsche euch Frieden im Herrn Jesus Christus. Ich danke euch herzlich für das Buch «Jesus unser Schicksal» und die übrige Literatur, die ich erhalten habe. Ich schreibe euch aus einem Gefängnis in Ungarn. Ich will mit euch in Verbindung bleiben und wenn ich frei bin möchte ich euch treffen. Ohne Jesus Christus hat mein Leben keinen Sinn. Ich will nicht mehr ohne ihn leben. Wenn Gott will werde ich im Oktober entlassen. Dann werde ich ein neues Leben beginnen, zusammen mit allen Geschwistern, die ihr Leben Jesus anvertraut haben, täglich für den Herrn leben und auf seine Wiederkunft warten.
Aleksander
Mein Name ist Maria. Ich lebe in einem kleinen Dorf in der Vojvodina. Ich kenne Sie nicht, aber ich bitte Sie, mir die angebotene Literatur zu senden. Ich bin sehr arm und habe nur die Bibel, die ich oft lese. Ich glaube an Gott und bete jeden Tag. Ich denke, dass kaum jemand aus unserem Dorf an Gott glaubt, ausser meine Familie und ich. Als ich Eure Schrift bei meiner Haustüre fand habe ich sie gleich gelesen und verstanden worum es geht. Bitte senden Sie mir Informationen über das Werk – ich möchte es kennen lernen. Ich will nur noch sagen, dass ich ein Zigeunermädchen bin.
Maria

Blick auf die serbische Hauptstadt Belgrad
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