1. Start, Vision, Realisierung
Wer hätte das gedacht, dass CFA einmal sogar die Jugendjahre überstehen würde. Als am 11./12. Januar 1975 die Teilnehmer zum ersten «Strategie-Wochenende» anreisten, war noch nicht einmal ein Name gefunden. «Christus für alle» war das Resultat einer Konsultation unter den Wochenend-Teil-nehmern. «AMJ – Alle mit Jesus» war die Alternative, die in der Abstimmung knapp unterlag. Wer aber waren die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Wochenendes, die eine so weitreichende Entscheidung mitbeeinflussen durften? Lassen Sie mich dazu etwas weiter ausholen.
Am Kongress Explo’74 in Korea erhielt ich von Gott eine neue persönliche Platzanweisung. Meine Pläne, mit «Wycliff» die Bibelübersetzung bei den Völkern der dritten Welt voranzutreiben, wurden von Gott durchkreuzt. «Du bleibst in der Schweiz», hiess seine Weisung, «und sorgst dafür, dass das Evangelium besser unter die Leute kommt». Die Folge waren intensive Stunden und Tage des Hörens auf Gott, um auch das «Wie» des neuen Auftrages zu erfahren. Als ich Mitte August aus Korea zurückkam, war eine «Strategie» geboren, die nun den Marsch durch die Institutionen anzutreten hatte. Ein erstes Zeichen, ob mich nicht einfach eine «koreanische Begeisterung», sondern tatsächlich Gott geleitet hatte, waren zwölf Gemeinden, die sich zur «Phase 1» anmeldeten. Mit ihnen wagten wir die ersten, noch sehr zaghaften Schritte.

CFA-Gründer Karl Albietz
Die Grundidee von CFA war zunächst gar nicht die Schriftenmission sondern ein systematischer Besuchsdienst von Haus zu Haus. Um möglichst effektive Gespräche zu erreichen, benutzten wir einen Fragebogen von Campus für Christus und das Heftchen «Die vier geistlichen Gesetze». Die ersten Resultate waren recht ermutigend. Bald zeigte sich jedoch, dass sich für eine zeitlich so aufwendige Aktion zu wenig Mitarbeiter rekrutieren liessen. Die Schulungsanlässe in den Gemeinden waren zwar ein Renner, aber für die Praxis an den Haustüren meldeten sich die meisten «Geschulten» ab. Das gab uns im CFA-Vorstand natürlich zu denken und machte uns bereit für die nächste Stufe der Aktion.
Die deutsche AJH (Aktion: In jedes Haus) fragte CFA an, ob wir nicht bereit wären, uns an die weltweit arbeitende Bewegung «Every Home Crusade» (EHC) anzuschliessen. Das würde allerdings bedeuten, dass wir Verteil- und Nacharbeitsmaterial produzieren müssten. Gesagt - getan. «Für Sie persönlich» (später nur noch «Für Sie» hiess unser erstes Verteilmaterial mit je einer Schrift für Erwachsene und Kinder und einer Antwortkarte. Mit dieser Umstellung, die ab 1977 das Gesicht von CFA entscheidend veränderte, erhielt die Arbeit neuen Schwung. Viele Christen aus praktisch allen evangelischen Denominationen der Schweiz liessen sich für den Besuchsdienst von Haus zu Haus gewinnen. Mit dem Anschluss an EHC musste auch eine Infrastruktur für den Versand des Verteilmaterials und die Nacharbeit geschaffen werden. Zuerst sehr primitiv in einem Keller, dann
– nach Dienstbeginn von Marianne Rindlisbacher – wurde in einem einfachen Zimmer in Greifensee ein Sekretariat installiert, das im Lauf der Jahre immer weiter ausgebaut werden musste. Aber der Herr hat Schritt für Schritt geführt und das Gelingen geschenkt. Ihm gehört alle Ehre.
Karl Albietz
2. Erste systematische Verteilaktion: 1977–1982

3,9 Millionen Schriften wurden verteilt und dadurch haben 1,95 Millionen Familien die Frohe Botschaft von Jesus Christus erhalten. Die 2'721 zurückgesandten Antwortkarten zeigen, dass die Schriften auch beachtet wurden. Allerdings ist der Rücklauf mit 1,4 ‰ eher gering ausgefallen. An Interessierte konnten verschickt werden: 794 Büchlein, 616 Kinderbibelkurse, 1'838 Bibelkurse für Erwachsene, 1'627 Bibellesehilfen und 826 ERF-Programme. Den Fernbibelkurs haben 239 Kinder und 401 Erwachsene abgeschlossen. Viele haben dadurch eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus gefunden.
Vom 1.1.75 bis am 31.3.1982 hat Karl Albietz das Werk geleitet. Der personelle Höhepunkt war 1980 mit 7 Mitarbeitern.
3. Kinderaktion: Wer wagt, gewinnt! 1983–1988
Mehr als 219’000 farbige Verteilschriften wurden verteilt. Dazu wurde das Schülermagazin auch in verschiedenen Kinderzeitschriften angeboten. 7'880 konnten davon verschickt werden und dadurch sind 4'497 Taschenbücher mit dem Kinderbibelkurs «Jesus – Dein bester Freund» bestellt worden.
Insgesamt haben 1'216 Kinder den Kurs abgeschlossen und dadurch Jesus, den besten Freund kennen gelernt.
Die Kinderaktion wurde von Marianne Häberli betreut und abgeschlossen. Sie hat vom 1.4.82 bis am 31.8.84 das Missionswerk geleitet.
4. Zweite systematische Verteilaktion: 1985–1992

Das farbige Familienmagazin «für alli» oder die 9-sprachige internationale Schrift wird in 2,3 Millionen Haushalte gebracht. 4'165 Gutscheine/ Talons wurden eingesandt und 7'447 Personen haben das Preisrätsel oder die Knacknuss für Kinder gelöst. Wir haben verschickt: Bibelkurse 4'637, Bibellesehilfen 1'283, ERF-Programme 621, Bücher 825, Kassetten 143. 46 mal wurde ein persönliches Gespräch gewünscht. 745 Personen haben den Bibelkurs abgeschlossen. Durch eine Umfrage unter den Bibelkursabsolventen haben wir erfahren, dass 59 Mitmenschen dadurch eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus gefunden haben.
Seit dem 1.9.84 ist Daniel Blaser der Leiter der Arbeit. Der personelle Höhepunkt mit 7 Mitarbeitern war im Abschlussjahr 1992.
5. Gründung von CFA-Arbeiten in Osteuropa
Durch die Mitarbeit von Paula Wyss (sie ist in Jugoslawien geboren) bekommen wir eine Sicht und grosse Last für die Missionsarbeit in Osteuropa. Dazu kommt ein Hilferuf aus der CSFR: Jetzt ist Freiheit, wir wollen auch von Haus zu Haus missionieren! Gott hat geführt und bestätigt und uns treue Landesleiter geschenkt: 1991 Drago Sorl für Slowenien, Vladimir Ksikal für Tschechien und Ondrej Garaj für die Slowakei, 1993 Franjo Spicak für Kroatien, 1994 Avram Dega für Serbien, 1995 Bore Blazevski für Mazedonien, 2000 Radovan Trajkovski für Bosnien und 2003 Bekim Beka für den Kosovo.
Dass in diesen Ländern bis jetzt schon mehr als 7 Millionen Familien eine gute evangelistische Schrift erhalten haben ist Gottes Werk. Insgesamt sind in den Büros mehr als 77’000 Meldungen bearbeitet worden und mehr als 8’000 Personen haben den Fernbibelkurs abgeschlossen. Viele haben dadurch Jesus Christus persönlich kennen gelernt.
CFA ist nun ein Missionswerk geworden und hat sich der Arbeitsgemeinschaft evangelischer Missionen (AEM) angeschlossen.
Wir sind sehr dankbar, dass viele CFA Freunde diese grosse Herausforderung sehen und mit ihren Gebeten und Gaben die Missionsarbeit in diesen Ländern ermöglichen!

Verteileinsatz in Osteuropa
6. Bibel 2000: «Das Neue» in der Migros

Nach langer Vorbereitung mit der Bibelgesellschaft und dem Bibellesebund ist es soweit: Das Neue (Neues Testament in heutigem Deutsch, Übersetzung «Die gute Nachricht», mit über 500 farbigen Bildern) wird in der Migros für 10 Franken zum Verkauf angeboten. 160’000 Neue Testamente kommen so unter das Volk. Nach dem Abschluss der Aktion entsteht die Stiftung ProBibel, die sich in Zukunft in der Schweiz für die Verbreitung der Bibel einsetzen will.
CFA bleibt die wachsende Arbeit in Osteuropa. Der Missionsleiter ist für fast 4 Jahre der einzige Angestellte.
7. Dritte systematische Verteilaktion: ab 2005
Ein weiteres Mal sollen alle Familien mit einer guten evangelistischen Schrift beschenkt werden. Neu ist dabei, dass nicht CFA-Verteilmaterial verwendet wird, sondern andere gute Schriften werden in die Häuser gebracht. Im Besonderen verteilen wir die Zeitung der Schweizerischen Evangelischen Allianz «4telstunde für Jesus»: Möglichst viele sollen systematisch von Haus zu Haus verteilt werden. Der Koordinator dieser neuen Verteilaktion ist Fritz Vogt. Er ist dafür teilzeitlich von CFA angestellt.
Weitere Auskunft und Anmeldung: Fritz Vogt, Seewis 081 325 19 66. |